Archiv für den Monat: Juli 2013

Die Tempoanzeige

Auf der Wittekindstraße gibt es schon seit Längerem eine Tempoanzeige für Autofahrer (die übrigens auch Radfahrer ins Visier nimmt). An dieser Stelle gilt, vom Bahnhof kommend, Tempo 40 wegen der unübersichtlichen Steigung. Nun ist eine solche Anzeige eigentlich sehr sympathisch: sie gibt eine Orientierung, ohne gleich mit Strafen zu drohen. Die Herforder Anlage hat allerdings einen Nachteil: sie schönt das Ergebnis, zeigt also 4 oder 5 km/h Geschwindigkeit weniger an, als der oder die Betreffende wirklich fährt. Das bedeutet also, man kann aufdrehen, und schon ist der Sinn und Zweck der Übung verfehlt.

Neulich hat mir ein Autofahrer verraten, was offenbar schon auch in den bekannten Autofahrerzeitschriften steht: die normalen Tachos eines Autos seien absichtlich etwas zu hoch eingestellt. Das scheint nicht etwa der Absicht entsprungen, die Autofahrer zum Langsamfahren zu veranlassen, sondern hat technische und Sicherheitsgründe: ein Tacho darf niemals eine geringere Geschwindigkeit angeben, als man fährt. Aber wenn der Tacho höher eingestellt ist als die wirkliche Geschwindigkeit, ist das Ergebnis voraussehbar: Es spricht sich herum, und die Menschen werden grundsätzlich schneller fahren, als auf dem Tacho angegeben. Sicherlich ist das nicht der Grund, dass ich immer wieder Wagen mit 70 und mehr Sachen über die Herforder Straßen brausen sehe (besonders die Mindener Straße entlang, DIE Herforder Rennstrecke!),  aber es wird doch generell dazu führen, dass man sich auf den Tacho im eigenen Auto nicht mehr verlässt.

Wäre also die Tempoanzeige in der Wittekindstraße richtig eingestellt, bloß alle Tachos wären falsch? Meine Bitte an die Herforder Behörden und ans Straßenverkehrsamt daher: Tut etwas! Stellt sicher, dass die Tempoanzeige richtig geht und publiziert es. Und prüft die Tachos der Autos, haut den Autofirmen auf die Finger, die sie manipulieren! 50 km/h muss 50 km/h bleiben und basta!