Das Straßenpflaster

In Herford sind verschiedene Plätze mit traditionellem Steinpflaster versehen. Das sieht gemütlicher und so richtig alt aus, hat man wohl gedacht, unabhängig von der Frage, ob Rollstuhlfahrer, Rollbrettfahrer oder gar Frauen in Stöckelschuhen sich darauf wohl gut bewegen können. Es gibt zwei Sorten von Steinen für die Belegung solcher Plätze, das gute alte Kopfsteinpflaster, normalerweise schwarzer Basalt, und eine Belegung mit kleineren Steinen, die vielleicht auch einen eigenen Namen haben, aber ich weiß den nicht. Diese kleinen Steine sind im Prinzip annähernd würfelförmig, aber seit längerem möchte man sparen: man nimmt nicht mehr den ganzen Stein, sondern schneidet ihn in mehrere kleine Platten, die in Flüssigbeton eingelegt werden. Ja, vielleicht ist das sparsamer, aber es  hält auch nicht so lange. Und so häufen sich auf dem Neuen Markt und vor der Marienkirche auf dem Stiftberg die Stellen, an denen die Steinplättchen zerbrochen sind und den Betrug offenbaren.