Menschenkette um das Atomkraftwerk Grohnde in Herford

Am 9. 3. 13 beteiligten sich etwa 2000 Personen in Herford an einer Menschenkette um das Atomkraftwerk Grohnde. Als großen Erfolg werteten Teilnehmer und Organisatoren diese örtliche Demonstration aus Anlass des 2. Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima. Ein Ziel der Menschenkette war es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Behörden kein Konzept haben, um die Flucht der Bevölkerung zu organisieren, wenn sich in Grohnde ein ähnliches Unglück ereignen würde wie in Fukushima. Im Vorfeld waren daher per Mail fiktive Daten über einen Riss und über eine Kernschmelze in Grohnde verbreitet worden, was dann doch recht gruselig anmutete. Teilnehmer der Menschenkette, die am Sender auf dem Eggeberg eine Station mit Verpflegung und Tee aufgebaut hatten, berichteten, dass einige Autofahrer glaubten, es handele sich um eine wirkliche Havarie in Grohnde.

Bei der Nachbesprechung und Auswertung der Organisation wurde schnell klar, dass eine so große Beteiligung vieler Menschen nur ausnahmsweise zu erreichen ist. Um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Gefahren der Atomenergie aufrecht zu erhalten, wurden als nächste Gelegenheit Infostände bei den Maikundgebungen angeregt.

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Link: www.grohnde-kampagne.de