Ein vermeidbares Unglück

Wer über die jetzt endlich fertige Wiesestraße geht oder fährt, kann an einem Baum eine Beschädigung entdecken, die offenbar von einer großen Baumaschine herrührt. Beinahe zwei Jahre lang waren die Bäume während der Bauarbeiten durch Holzlatten geschützt; aber nachdem diese entfernt worden waren, hat man doch weiter mit großen Maschinen gearbeitet. Eine davon muss gegen den Baum gefahren sein.

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Die beschädigte Rinde ist nicht ganz abgefallen und hätte sofort nach dem Unfall wieder befestigt werden können. Mit einem Verband wie bei einem Menschen. Aber offenbar ist der Unfall nicht gemeldet worden, jedenfalls nicht an die richtigen Stellen. Inzwischen dürfte für eine pflanzenärztliche Behandlung zu spät sein, und der Baum muss selbst sehen, wie er mit der Verletzung klarkommt. Nur wenige Schritte weiter steht ein anderer Baum, der schon vor längerer Zeit einmal ähnliches erlitten hat. Die Spuren sind verwachsen, aber jeder Laie sieht, dass das Regenwasser jetzt leicht in den Baum eindringen und ihn schädigen kann. Eine sofortige Behandlung wäre auch hier das Ideale gewesen. Nur: wissen Bauarbeiter so etwas? Gehört das Wissen darüber zu ihrer Ausbildung? Sagt man ihnen, dass eine Beschädigung von Bäumen geheilt werden kann, wenn sofort ein Pflanzenarzt tätig wird? Oder heißt es bei ihnen wie bei jedem Unfallverursacher: Bloß weg hier und alles vergessen?

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Leider habe ich die Beschädigung erst am 24. 12. 13 bemerkt. In der Stadtverwaltung wird bis zum 6. 1. 14 niemand mehr zu erreichen sein, den man fragen könnte.