Archiv für den Autor: Menander

Laubsauger

Private Gartenbesitzer sollten doch bitte keine Laubsauger verwenden, empfehlen die Naturschutzverbände. Diese Geräte saugen nämlich nicht nur das Laub auf, sondern auch alle möglichen Kleintiere, die sich darunter versteckt halten, wie Spinnen oder Asseln, und die Vögel finden dann im Winter nichts mehr zu fressen. Diese Empfehlung an jeden und jede von uns ist schön und gut, aber wer hat eigentlich mit dem Unsinn der Laubsauger und Laubpuster angefangen? Das war doch unsere Stadtverwaltung. Hauptsache LAUT. Hauptsache VIEL EINSATZ VON BENZIN. Wir haben ja genug davon. Und EINSPAREN VON ARBEITSPLÄTZEN. Die sind ja unerträglich teuer. Wenn das mit dem Laubsaugen und Laubpusten öffentlich vorgemacht wird, soll man sich doch nicht wundern, wenn die Leute denken, das sei für ihren Garten ebenfalls praktisch.

Also bitte, liebe Herforder Stadtverwaltung: Überlegen Sie doch mal, ob Sie diese bescheuerten Geräte nicht endlich wieder entsorgen und zu Rechen und Schaufel zurückkehren.

Bordell-Betreiber verklagt den Kreis Herford

Man möchte schadenfroh sagen: Das habt ihr euch selbst zuzuschreiben. Dass die Gemeinde Hiddenhausen jetzt die Klage eines Bordellbetreibers am Hals hat, ist nur eine Folge des Rassismus, der in der Stadtverwaltung herrscht. Das Objekt an der Bünder Straße gehörte vorher einem jesidischen Kurden, der die Absicht hatte, dort Hochzeiten zu veranstalten. Der Saal hatte in weitem Umkreis die ausreichende Größe für sein Vorhaben, etwa 300 Personen konnten dort feiern. Zu viel, befand die Verwaltung, zu viel Lärm, zu viel Türenschlagen, und überhaupt.  Selbstverständlich rief auch das benachbarte Hotel regelmäßig die Polizei, um sich über Lärm zu beschweren. Veranstaltungsorte dieser Art würden heute überhaupt nicht mehr genehmigt, behauptete ein Beamter frech. Aber sobald ein Deutscher gekommen wäre – die Deutschen feiern wohl nie, oder? – hätte die Sache schon ganz anders ausgesehen. Und so hat der Jeside das Haus wieder verkauft, das als normale Kneipe nicht gewinnbringend zu betreiben war. Und damit ging’s bergab. Was anderes als ein Bordell konnte aus dem Haus noch werden?