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Sozialpass – weiterhin gestrichen!

Wie aus gut unterrichteten Kreisen des Rathauses verlautet, war das Gerücht von einer Neuauflage des Sozialpasses unter dem Namen „Hansepass“ nicht zutreffend. Besonders die Stadtwerke, die bei Ermäßigungen für die Schwimmbäder draufzahlen müssten, haben sich quergestellt. Bei Kultureinrichtungen dagegen wird für Sozialhilfe-Betroffene weiterhin Ermäßigung gewährt, es empfiehlt sich also, den aktuellen Bescheid, und sei es in Kopie, immer dabei zu haben, wenn man an Kultur in Herford interessiert ist.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Informationspolitik der Stadt. Die Verwaltung hätte sich eine Pressemitteilung zum Thema gewünscht, damit nicht alle möglichen Leute nach einem neuen Sozialpass fragen und frustriert wieder abziehen müssen. Aber so etwas wie die Abschaffung des Sozialpasses macht ja keinen guten Eindruck, also unterblieb jede Information.

Die Frage nach dem Sozialpass könnte ein Thema bei der nächsten Bürgermeisterwahl sein. Der SPD-Kandidat war bisher Sozialdezernent in Bielefeld – mal sehen, wie sozial er sich in Herford verhält.

 

Ostwestfälisch für Anfänger

Neu im Kreis Herford? Zugezogene Neubürger haben in ihrer neuen Heimat oft Schwierigkeiten, sich mit den einheimischen Ostwestfalen zu verständigen. Sie verlangen bei Klingenthal einen Pyjama und bekommen zur Antwort „Sowas hamwa nich“, obwohl palettenweise Schlafanzüge in den Regalen liegen.

Hunderte Neubürger zwischen Spenge und Vlotho müssen deshalb nachts frieren – nur weil ihnen einfachste ostwestfälische Vokabeln wie „Pölter“ unbekannt sind. Ein neues Buch will dieses Sprachproblem beheben: „Pömpel, Plüdden, Pingeljachd: Grundwortschatz zum Überleben im Kreis Herford“. Der Wortkursus beinhaltet 67 Lektionen, in denen jeweils ein regionaltypischer Ausdruck vorgestellt wird.

So erfährt der Leser etwas über Herkunft und Bedeutung von Begriffen wie Pinöckel, Bollerbuxe und Frostköttel und lernt den korrekten Gebrauch ostwestfälischer Schimpfwörter. Damit sich Sach- und Lachgeschichten die Waage halten, werden zu jedem Begriff Dönekes erzählt, deren Pointe aus der jeweils behandelten Vokabel besteht.

Der Anhang des Sprachkurses besteht aus einem Wörterverzeichnis „Umgangsostwestfälisch – Hochdeutsch“, in dem rund 250 Vokabeln zusammengetragen wurden – alles Wörter und Wendungen, die ein Duden-Redakteur nie, der typische Ostwestfale dafür umso häufiger benutzt: von „abber Arm“ (amputiertes Gliedmaß) über Käsemauken (übelriechendes Gliedmaß) und Pillepoppen (Kaulquappen) bis zu „zugange sein“ (was eine ganze Menge bedeuten kann).

Auf 160 Seiten bietet „Pömpel, Plüdden, Pingeljachd“ eine praktische Lebenshilfe für Neu-Ostwestfalen und ein amüsantes Lesevergnügen für alle Alteingesessenen. Das Taschenbuch ist  für 9,90 Euro in allen Buchhandlungen im Wittekindskreis erhältlich. Eine Leseprobe und einen Auszug aus dem Vokabelberzeichnis gibt es unter www.herforderisch.de.

Aus der Sprachführer-Reihe sind bereits regionale Versionen des Buches für Bielefeld sowie für die Kreise Paderborn und Gütersloh erschienen. Eine Übersicht findet sich unter www.ostwestfaelisch.de

Autos in Herford aufgebrochen

Wie die Kriminalpolizei erst gestern erfuhr, schlugen in der Nacht vom vergangenen Dienstag auf Mittwoch in der Innenstadt  in Herford in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander unbekannte Täter mehrmals zu und brachen insgesamt vier Autos auf. Im Gabriele-Münter-Weg stielen sie aus einem auf einem Hof geparkten LKW Werkzeug und ein mobiles Navigationssystem im Wert von 500,00 Euro. Ein paar Häuser weiter schlugen sie die Seitenscheibe eines VWs  ein und klauten ein weiteres mobiles Navigationssystem. Da würde jede Mutter sagen: „So etwas lässt man auch nicht im Auto liegen.“ Im Friedrich-Quest-Weg wurde die Seitenscheibe eines Kraftfahrzeuges aufgebrochen. Hier wurde ein fest installiertes Navigationssystem, ein Handy, eine hochpreisige Sonnenbrille, eine Taschenlampe sowie ein Jagdmesser im Gesamtwert von ca. 800,00 Euro erbeutet. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Verdächtiges gesehen haben, sich bei der nächsten Dienststelle in Herford oder unter der Telefonnummer 05221/888-0 zu melden.