Kategorie-Archiv: Politik

Neues aus der Grafenfamilie

In dieser Rubrik werde ich zukünftig Internes und persönliche Eindrücke aus meinem Leben und dem Leben meiner Mutter  mit den Herforderinnen und Herforern aus meinem spanischen Exil in Madrid teilen. Von Heirat, bis Geschichte und Namen , von Politk (FDP) bis zu LGBT Rechten , von Demokratie bis zu Royalem . Viele Dinge , die aussenstehende so nicht täglich zu Gesicht und zu lesen bekommen, mache ich künftig öffentlich zugänglich- im Namen der Transparenz und der guten Ordnung halber . Ein Exil im Ausland ist nicht immer eine Freude und ich mag die Heimat durch widrige und harte Umstände verloren haben, jedoch nicht die Brennschärfe, die Zusammenhänge zu erkennen. Es ist an der Zeit, ohne falsche Rücksichten Dinge zu benennen und entsprechend  zu belegen. Wie die davon Betroffenen damit umgehen, ist dann rein deren Angelegenheit. Wir haben bei Veröffentlichungen weder etwas zu verlieren , noch bin ich mir Bange, solange ich das , was ich Veröffentliche, sauber und legal belegen kann. Einige Menschen, die es treffen wird haben es (leider) nicht anders verdient. Freuen wir uns also auf unterhaltende Enthüllungen und Materialien , denn ohne ein“ Grafenhaus“ und den einzig wahren Alexander passend  dazu  wäre das Leben in Herford in Ostwestfalen-Lippe doch halb so „bunt“ gewesen, als wir noch in der schönen  Villa am Bergertorwall weilten. ….

In diesem Sinne

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Alexander Kurt de Trenewan Graf Trenewan -Pusich

Madrid und Herford , 13.09.2016

Von oben

Von oben
Die Bündnisgrünen haben sich zur Europawahl 2014 ein Plakat ausgedacht, das mich doch sehr zum Nachdenken gebracht hat. Da sind drei Personen, die lächeln dich freundlich an. Aber wie stehen sie denn da? Sie schauen sehr von oben. Sie schauen auf jemanden herab, der auf dem Boden von unten zu ihnen hinaufschaut. Aber in welcher Lage tut man das denn normalerweise? Wenn man gestürzt ist, zum Beispiel. Oder gar, wenn man zusammengeschlagen wurde. Oder wenn man im Alkoholrausch zu Boden gesunken ist, weil einen die Beine einfach nicht mehr tragen können. Ist das nun ein sehr angenehmes Gefühl, von anderen in einer solchen Lage angeblickt zu werden? Verstehen sich die Grünen vielleicht als Hilfe in der Not? Haben sie allein die Rezepte zur Heilung aller Miseren dieser Welt? Egal, in dieser Weise von oben angeblickt zu werden, beschämt. Aber ist wohl Scham dasjenige, was die Grünen mit ihren Wahlplakaten erreichen wollen? Wollten sie uns vielleicht noch etwas anderes sagen? Ich weiß es jedenfalls nicht.

Das Wahlplakat

Ein ungewöhnliches Wahlplakat hing bis vor wenigen Tagen am Berger Tor. „PWP – Pinocchio wird Präsident“: eine schöne Satire auf die Lügen der offiziellen Politik. Leider war es nach kurzer Zeit verschwunden. Aber es gibt ja den Herford-Blog!Wahlplakat

Menschenkette um das Atomkraftwerk Grohnde in Herford

Am 9. 3. 13 beteiligten sich etwa 2000 Personen in Herford an einer Menschenkette um das Atomkraftwerk Grohnde. Als großen Erfolg werteten Teilnehmer und Organisatoren diese örtliche Demonstration aus Anlass des 2. Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima. Ein Ziel der Menschenkette war es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Behörden kein Konzept haben, um die Flucht der Bevölkerung zu organisieren, wenn sich in Grohnde ein ähnliches Unglück ereignen würde wie in Fukushima. Im Vorfeld waren daher per Mail fiktive Daten über einen Riss und über eine Kernschmelze in Grohnde verbreitet worden, was dann doch recht gruselig anmutete. Teilnehmer der Menschenkette, die am Sender auf dem Eggeberg eine Station mit Verpflegung und Tee aufgebaut hatten, berichteten, dass einige Autofahrer glaubten, es handele sich um eine wirkliche Havarie in Grohnde.

Bei der Nachbesprechung und Auswertung der Organisation wurde schnell klar, dass eine so große Beteiligung vieler Menschen nur ausnahmsweise zu erreichen ist. Um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Gefahren der Atomenergie aufrecht zu erhalten, wurden als nächste Gelegenheit Infostände bei den Maikundgebungen angeregt.

Fotos unter http://www.flickr.com/photos/92786435@N03/

Link: www.grohnde-kampagne.de

Der Wittekindpass: Abgeschafft

Seit Anfang dieses Jahres ist still und heimlich in Herford der Wittekind-Pass abgeschafft worden. Das heißt: Keinerlei Ermäßigung mehr für Menschen mit wenig Geld, wenn sie ins H2O oder ins Freibad wollen, bei Kulturveranstaltungen. Das Marta-Museum gewährte bei Vorlage des Passes freien Eintritt, ebenso die Stiftung Brand. Eine Stunde Schwimmen im H2O kostet normal € 4,50, für jemanden, der den Pass vorzeigte, einen Euro weniger.  Auch die Eisbahn gewährte Rabatt. Besonders erheblich war die Ermäßigung für die Benutzung der Freibäder: bei der Saisonkarte sparte man zwanzig Euro. Weitere Ermäßigungen, die in einem Faltblatt der Stadt aus dem vergangenen Jahr genannt wurden: 50 % Ermäßigung auf die Jahresgebühr der Stadtbücherei, 50 % auf bestimmte Veranstaltungen der Volkshochschule und sogar auf Veranstaltungen des Stadttheaters, nachdem die CDU mit großem Brimborium einen entsprechenden Antrag des Vereins Kulturanker erst abgelehnt hatte.
Alles vorbei, wie gesagt, still und heimlich, und niemand regt sich darüber auf. Keine Nachricht in der Presse, sicherlich kein Ratsbeschluss. Wer ist zuständig, wer hat das verfügt? Ich frage hiermit offiziell an.

Bordell-Betreiber verklagt den Kreis Herford

Man möchte schadenfroh sagen: Das habt ihr euch selbst zuzuschreiben. Dass die Gemeinde Hiddenhausen jetzt die Klage eines Bordellbetreibers am Hals hat, ist nur eine Folge des Rassismus, der in der Stadtverwaltung herrscht. Das Objekt an der Bünder Straße gehörte vorher einem jesidischen Kurden, der die Absicht hatte, dort Hochzeiten zu veranstalten. Der Saal hatte in weitem Umkreis die ausreichende Größe für sein Vorhaben, etwa 300 Personen konnten dort feiern. Zu viel, befand die Verwaltung, zu viel Lärm, zu viel Türenschlagen, und überhaupt.  Selbstverständlich rief auch das benachbarte Hotel regelmäßig die Polizei, um sich über Lärm zu beschweren. Veranstaltungsorte dieser Art würden heute überhaupt nicht mehr genehmigt, behauptete ein Beamter frech. Aber sobald ein Deutscher gekommen wäre – die Deutschen feiern wohl nie, oder? – hätte die Sache schon ganz anders ausgesehen. Und so hat der Jeside das Haus wieder verkauft, das als normale Kneipe nicht gewinnbringend zu betreiben war. Und damit ging’s bergab. Was anderes als ein Bordell konnte aus dem Haus noch werden?

2,90 € für was?

Mit 2,90 €, welche man uns aus Berlin schenken will, kann man sehr viel anfangen. Vor allem, wenn diese sogenannte Entlastung und vorraussichtliche Senkung der Rentenbeiträge an anderer Stelle wieder in die Staatskasse hereingeholt wird. Hohe Benzinpreise, Verteuerung der Lebensmittel, Kürzungen bei der Solarförderung, das sind die Kehrseiten und zeigt uns nach knapp anderthalb Jahren Kabinett Merkel II das wahre Gesicht von Schwarz-Gelb. Man kann nur hoffen, daß vielleicht die Bundestagswahl vorgezogen wird.

Manche sagen, eine vorgezogene Wahl bringe nichts. Vielleicht hat man recht, vielleicht auch nicht.

Natürlich brauchen wir ein anderes System, andere Politiker und so weiter. Aber so wie es jetzt ist, so kann es so oder so nicht bleiben. Mit dem Kuchen “Steuersenkung” angelockt, wird man ins kalte Wasser geschmissen. Von leeren Kassen wurde gewußt, und doch wurde was versprochen, was man nicht halten kann. Offenere Wählertäuschung geht wohl kaum. Aber niemand protestiert. Wunderbar erkennt man mal wieder die Trägheit und Beschränktheit der Deutschen zu handeln und zu verhindern, wo und was gehandelt und verhindert werden muß.

Rot-Grün wird auch nicht viel besser machen. Die verloren haushoch 2009 aufgrund des Versprechens der Erhöhung der Sozialleistungen. Obwohl die sozialen Mißstände selbst verursacht.

Wahlen alleine bringen nichts, aber immerhin ein Anfang. So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Wir haben rund 60 Millionen Wahlberechtigte und dem gegenüber stehen 2-3 Mio. Parteimitglieder der großen 5. Kann man da wirklich nichts ändern?

Die Zeiten wandeln sich. Das träumende Volk – die Deutschen, welche geschlafen haben als die Welt verteilt wurde, das Kriegsende als Stunde Null (und nicht das Jahr 33, wie jemand im Spiegel vor Jahren mal schrieb), nach alten Regeln weiterspielen, als wäre nichts geschehen – diese Zeiten sind nur oberflächlich noch vorhanden, doch langsam, aber sicher vorbei.

Es fehlt nur die Orientierung und die neuen Politiker, usw.