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Bordell-Betreiber verklagt den Kreis Herford

Man möchte schadenfroh sagen: Das habt ihr euch selbst zuzuschreiben. Dass die Gemeinde Hiddenhausen jetzt die Klage eines Bordellbetreibers am Hals hat, ist nur eine Folge des Rassismus, der in der Stadtverwaltung herrscht. Das Objekt an der Bünder Straße gehörte vorher einem jesidischen Kurden, der die Absicht hatte, dort Hochzeiten zu veranstalten. Der Saal hatte in weitem Umkreis die ausreichende Größe für sein Vorhaben, etwa 300 Personen konnten dort feiern. Zu viel, befand die Verwaltung, zu viel Lärm, zu viel Türenschlagen, und überhaupt.  Selbstverständlich rief auch das benachbarte Hotel regelmäßig die Polizei, um sich über Lärm zu beschweren. Veranstaltungsorte dieser Art würden heute überhaupt nicht mehr genehmigt, behauptete ein Beamter frech. Aber sobald ein Deutscher gekommen wäre – die Deutschen feiern wohl nie, oder? – hätte die Sache schon ganz anders ausgesehen. Und so hat der Jeside das Haus wieder verkauft, das als normale Kneipe nicht gewinnbringend zu betreiben war. Und damit ging’s bergab. Was anderes als ein Bordell konnte aus dem Haus noch werden?